OÖ 1626: Meine, deine, unsere Geschichte?

Datum/Uhrzeit:

Ort: Würfelspielhaus Frankenburg

Eine Veranstaltungsreihe mit verschiedenen Perspektiven

Eintritt: freiwillige Spende
Kontakt: Dr. Franz Reiner, 0699 1494 9732, f.reiner@asak.at

Die fünf Teile der Veranstaltungsreihe bieten Kurzreferate, moderierte Diskussionen und Raum für Meinungsaustausch. Für musikalische Umrahmung, Essen und Trinken ist gesorgt.

Veranstalter: EBW-OÖ in Kooperation mit ASH-Forum, evang. Museum OÖ und communale oö 26, sowie örtlichen Gemeinden.

ALLE TERMINE

FR 8. Mai 2026, 17:00 - 18:30 Uhr, Würfelspielhaus Frankenburg
SO 31. Mai 2026, 13:30 - 15:00 Uhr, Emlinger Holz Eferding
SA 27. Juni 2026, 11:00 - 12:30 Uhr, Fadinger Säule Linz
SO 13. September 2026,, 10:30 - 12:00 Uhr, Bauernhügel Pinsdorf
SA 19. September 2026, Bauernkriegsdenkmal Wolfsegg

OÖ 1626 – Ein umkämpftes Erbe
Der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626 resultierte aus Spannungen, die sich über Jahre aufgebaut hatten: politische Fremdherrschaft, wirtschaftliche Belastungen und Konflikte um den Glauben. Schon zuvor hatte das Frankenburger Strafgericht von 1625 diese Erfahrungen zu einem Ereignis verdichtet, das sich tief in das kollektive Gedächtnis einschrieben hat.
Die Folgen des Krieges reichten weit über die militärische Niederlage hinaus. Repression, Glaubensdruck und Auswanderung prägten ganze Generationen – und wurden später zu einem wichtigen Bestandteil regionaler und evangelischer Erinnerung und Identität.

Wie an den Bauernkrieg erinnert wurde, veränderte sich allerdings immer wieder: mal als illegitimer Aufstand, mal als Kampf gegen Fremdherrschaft, mal als Glaubenszeugnis, später auch als sozialrevolutionärer Befreiungskampf, als national-religiöse Volkserhebung oder als Mahnung zu Toleranz und gegen Gewalt. Allein die unterschiedlichen Erinnerungsorte in
Oberösterreich zeigen: Geschichte ist kein fester Besitz, sondern Ergebnis von Aushandlung. Unterschiedliche politische und konfessionelle Gruppen deuteten die Ereignisse jeweils neu und nutzten sie für ihre Gegenwart – bis heute.

Unsere Veranstaltungsreihe lädt dazu ein, diese vielschichtigen Deutungen miteinander ins Gespräch zu bringen – offen, kontrovers, im respektvollen Zuhören und mit der Leitfrage:
OÖ 1626: Meine, deine, unsere Geschichte?

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